Stromverbrauch von Elektroherden

Bei kaum einer Tätigkeit im Haushalt wird mehr Strom verbraucht als beim Backen oder Kochen. Doch genau darüber macht sich der normale Nutzer am wenigsten Gedanken und schaut in erster Linie auf die Anschaffungskosten. Doch hier lässt der Verbraucher dann das größte Sparpotential liegen. Bei einer durchschnittlichen Nutzung von Elektroherd und Backofen liegen die Energiekosten nämlich deutlich über den Anschaffungskosten. Deshalb lohnt es sich schon bei der Anschaffung des Elektroherdes, auf die Energieeffizienzklasse zu schauen. Schließlich schießen die Kosten für Energie in Berlin wie in ganz Deutschland in die Höhe.

Vergleich Gas- oder Elektroherd

An die Energieeffizienz eines Gasherdes kommt keiner der aktuellen Elektroherde heran, da dieser die Primärenergie bis zu 60% nutzen kann. Beim Elektroherd dagegen geht auf dem Weg durch die Umspannwerke einiges an Energie verloren, doch auch diese sind nicht mehr die Stromschlucker von einst.

Sie sollten sich nur für ein Gerät der Energiesparklasse A entscheiden. Da mittlerweile allerdings etwa 85% der Herde in diese Klasse fallen, wird die Klassifizierung aktuell überarbeitet, so dass künftig Klassen von A bis A+++ noch genauere Auskunft darüber geben, wie effizient das Gerät ist.

Die richtige Programmwahl am Herd

Neben der Energiesparklasse an sich bieten moderne Herde allerdings noch weit mehr Energiesparpotential. Viele zusätzliche Funktionen sagen der Verschwendung den Kampf an. Bestes Beispiel hierfür ist die Umluftfunktion, inzwischen in so gut wie allen modernen Geräten Serienausstattung. Durch niedrigere Temperaturen und kürzere Backzeiten senken sie den Verbrauch des Backofens spürbar. Akustische Warnsignale und Zeitschaltuhren verkürzen den Leerlauf merklich, wodurch der Backofen sparsamer wird. Auch Zusatzfunktionen wie Grill helfen sparen. Da der Backofen schon auf Betriebs-Temperatur ist, müssen sie kein zweites Mal vorheizen, um zu überbacken oder den Braten knusprig zu bekommen.

Cerankochfeld oder gleich mit Induktion

Haben Sie sich für einen Herd mit Strom entschieden, bleibt noch die Wahl des optimalen Kochfeldes. Sicher sind Ihre Wünsche hier ganz unterschiedlich. Dabei finden Sie, was den Energieverbrauch betrifft, ein klares Ranking vor. Am sparsamsten ist der Elektroherd mit Induktion, da er keine langen Aufheizzeiten benötigt. Dadurch und durch die Effizienz des Kochfeldes während des Kochens ist das Wasser schneller heiß oder das Schnitzel schneller gebraten. Zu beachten sind des weiteren eventuelle Zusatzkosten für spezielle Töpfe.

An zweiter Stelle rangiert das Ceranfeld. Sowohl durch die Vorlaufzeit, bis die Platte heiß ist, und den höheren Verbrauch während des Kochvorgangs verliert das Ceranfeld Punkte gegenüber dem Konkurrenten.

Zuletzt finden nach wie vor, weit abgeschlagen, die Herde mit gusseisernen Kochplatten Verwendung. Diese Modelle jedoch verschwinden zusehends in der Versenkung. Auch wenn der Verbrauch nicht der einzige Vorteil des Ceranfeldes ob mit oder ohne Induktion ist, lässt er sich auch erheblich leichter reinigen als altbackene Kochfelder.

Fazit zum Elektroherd

Schlussendlich ist ein genaues Hinschauen aufs Etikett sehr sinnvoll, um den genauen kW/h-Verbrauch zu überprüfen. Außerdem sollten Sie abwägen, welche Funktionen hilfreich oder nützlich sein können. Zu guter Letzt sollten Sie bei kleinen Mengen unter 500 g oder 250 ml doch lieber zum Wasserkocher oder der Mikrowelle greifen. Denn auch hier lässt sich noch enorm viel Strom sparen.

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